Rode M2 Kleinmembran-Kondensatormikrofon für Gesang

Rode M2

Rode M2Das Rode M2 ist ein ungewöhnliches Kondensatormikrofon, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Geräten aus dieser Mikrofonkategorie ist es nicht dazu gedacht, im Studio Instrumente oder Gesang aufzunehmen: Stattdessen konzentriert sich dieses Kleinmembran-Kondensatormikrofon auf die Aufnahme von Gesang oder leisen Instrumenten, bei denen es auf jede kleinste und leiseste Nuance ankommt. Sogar für Live-Gesang ist das M2 des australischen Herstellers geeignet, wie zum Beispiel für Jazz-Musik oder andere Gesangsarten, bei denen Details eine wichtige Rolle spielen.

Dabei ist die Elektret-Kondensatorkapsel des Rode M2 einen halben Zoll breit, sodass auch leise Schallquellen klar und deutlich aufgenommen werden können. Warum aber für solche Zwecke ein Konensatormikrofon und kein dynamisches Mikrofon? Ganz einfach: Die seidigen Höhen und der breite Frequenzgang eines Kondensatormikrofons ist für bestimmte Arten von Gesang oder Musik sehr gut geeignet und viele dynamische Mikrofone können in diesen Punkten nicht mit Modellen nach Kondensator-Bauart mithalten. Auf Grund dessen ist das Rode M2 ein beliebtes Mikrofon für die Aufnahme von leisen Instrumenten oder detailreichem Gesang.

RODE M2
8 Bewertungen
RODE M2
  • Bühnen-Mikrofon
  • Supernieren-Charakteristik
  • 12,7 mm Membran
  • Metallgehäuse
  • Gewicht: 308 g
  • Phantomspeisung
  • Frequenzgang: 35 Hz – 20 kHz
  • XLR-Anschluss
  • Kein integriertes Interface

Die Supernieren-Charakteristik unterstreicht den Anspruch dieses Mikrofons, ein vollwertiges Gesangsmikrofon zu sein, wobei auf Grund der Rückkopplungsgefahr die Monitore niemals direkt hinter dem Mikrofon aufgestellt werden sollten. Wie jedes Kondensator-Mikrofon benötigt auch das M2 natürlich eine Phantomspeisung, wobei hier bereits eine Spannung von 24 Volt ausreicht. Da die meisten Audio Interfaces aber ohnehin 48 Volt bieten, kann das Rode M2 mit den meisten Interfaces problemlos betrieben werden. Der große Vorteil dieses Mikros ist beim Gesang vor allem die leichte Anhebung des Sounds zwischen 10 kHz und 20 kHz, was für die typisch seidigen Höhen sorgt.

Der Frequenzgang an sich reicht von 35 Hz bis 20 kHz, was für alle Verwendungszwecke absolut ausreichend ist und bei unserem Test bestätigt wurde. Mit etwas über 300 Gramm Gewicht ist das M2 allerdings auch ziemlich schwer, weshalb es bei der Live-Nutzung, wie zum Beispiel beim Chor-Gesang oder längeren Solos, in jedem Falle an einem Mikrofonständer angebracht werden sollte. Ein Popschutz und eine Mikrofonspinne verbessern die Aufnahmequalität zusätzlich, wobei das Innere des Kondensator-Mikrofons elastisch gefedert verbaut ist, sodass Ruckler oder Wackler am Mikrofon ohnehin nicht zu sehr auf den Aufnahmen landen.

Wer ein professionelles Gesangsmikrofon sucht, ist mit dem Rode M2 auf jeden Fall an der richtigen Adresse, allerdings sollte vorne herein feststehen, in welchen Aufnahmeszenarien das Mikro zum Einsatz kommen soll. Für Live-Auftritte mit umfangreicher Klangkulisse und aufwändiger Bühnen-Performance ist ein dynamisches Mikrofon in jedem Falle besser beraten – wenn allerdings der Fokus auf der Aufnahme von Chor-Gesängen oder Soli liegt, dabei auch ab und zu leise Instrumente aufgenommen werden sollen, dann ist das Rode M2 eine sehr gute Wahl.