Rode M3 Kleinmembran-Kondensatormikrofon

Rode M3 Kondensatormikrofon

Rode M3 KondensatormikrofonDie Rode M-Serie umfasst eine ganze Reihe an Kleinmembran-Kondensatormikrofonen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Das Rode M3 ist Mikrofon für die Aufnahme oder Abnahme von Instrumenten oder sehr leisem Gesang (z.B. Chorgesang). Typisch für Instrumentenmikrofone mit kleiner Membran eignet sich das Rode M3 in erster Linie für akustische Instrumente wie Gitarre, Bass, Schlagzeug oder Klavier / Flügel. Dabei darf die Schallquelle ruhig mehrere Meter weit vom Mikrofon entfernt stehen, da die kleine Membran auch von schwächeren Schallwellen in Schwingung versetzt werden kann.

Die Membran des M3 Mikrofons verfügt über einen Durchmesser von einem halben Zoll, typisch für Instrumentenmikrofone. Der Grenzschalldruck ist nicht ganz so hoch wie beim Rode M5 Mikrofonpaar, allerdings mit 142 dB immer noch so hoch, dass auch Schlagzeug-Modelle mit diesem Mikro aufgenommen werden können. Die Nierencharakteristik sorgt für unidirektionale Aufnahmen und ist sehr unempfindlich gegenüber Rückkopplung. Der Frequenzbereich wird vom Hersteller mit 40 Hz – 20 kHz angegeben – kein Top-Wert, in der Praxis aber absolut ausreichend.

Das Rode M3 verfügt über einen 3-poligen XLR-Anschluss und benötigt eine Phantomspeisung von 48 V, kann also mit jedem Audio Interface auf Kondensator-Mikrofon.de und auch sonst mit jedem Interface mit zuschaltbarer Spannung von mindestens 48 Volt betrieben werden. Das interessante an diesem Mikro ist, dass es auch über eine Batterie betrieben werden kann: In diesem Falle reicht eine 9 V Batterie aus, um das M3 für mindestens 200 Stunden betreiben zu können. Mit 390 Gramm Gewicht ohne Batterie ist dieses Kondensatormikrofon allerdings schwerer als vergleichbare Modelle, was zu Schwierigkeiten bei der Befestigung an einem Mikrofonständer führen kann.

Die Klangqualität des M3 von Rode ist bei unserem Test ausgesprochen gut. Der neutrale Sound, wie er für Kleinmembran-Mikrofone typisch ist, kann locker mit teureren Geräten konkurrieren und die leichte Präsenzanhebung, die für Rode typisch ist, verleiht dem Klang ein angenehmes Volumen. Für Gesang eignet sich das M3 in Maßen, echte Studio-Aufnahmen können aber auf Grund des fehlenden Basses nicht angefertigt werden, hierfür sollte dann doch zu einem Großmembran-Kondensatormikrofon gegriffen werden. Das Eigenrauschen von 21 dBA klingt zwar auf den ersten Blick relativ hoch, ist für ein Mikro mit kleiner Membran aber ein sehr guter Wert und in der Praxis überhaupt nicht zu hören.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem M3, ähnlich wie beim Bühnen-Kondensatormikrofon Rode M2, noch eine Ledertasche zur Aufbewahrung und für den Transport des Mikrofons, eine Stativklemme mit Adapter und ein Schaumstoff-Überzug für den Mikrofonkorb. Auch wenn die Niere laut einigen Käufer-Bewerungen etwas breiter sein könnte, so macht das Rode M3 doch einen sehr überzeugenden Eindruck für ein Kleinmembran-Kondensatormikrofon dieser Preisklasse. Wer Instrumente qualitativ hochwertig aufnehmen möchte und auch mal leisen Gesang aufnehmen will, macht mit diesem Mikrofon nichts falsch und sollte zuschlagen.